Waldsteppen der zentralen Mongolei
- ein DFG-Projekt

PlayType
-ein BMWi-Projekt

Lake Towuti
-ein DFG-Projekt

Multikomponentenseismik in übertieften Alpinen Becken
-ein DFG-Projekt

TOPSOIL
-ein EU-Projekt

Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik

Willkommen beim LIAG

Das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) ist eine eigenständige, außeruniversitäre Forschungseinrichtung. Mit Methoden der Angewandten Geophysik untersuchen wir geowissenschaftliche Fragestellungen. Der Schwerpunkt unserer Arbeiten liegt in der Erkundung des nutzbaren Untergrundes sowie in der Entwicklung von Mess- und Auswerteverfahren. Unsere Forschungsziele sind zukunftsgerichtet und von gesellschaftlicher Bedeutung.

 

Wir sind Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Aktuelle Stellenausschreibungen

G06/19 JET

Bewerbungsschluss: 04.09.2019

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G04/19 Grafiker/in

Bewerbungsschluss: 26.08.2019

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Aktuelles für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Abschlussarbeiten und Praktikumsstellen

Aktuelles

15. bis 19. Juli: Im Wendland den Neandertalern auf der Spur

Vor circa 70.000 Jahren lebten Neandertaler im Wendland, an der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Das konnten Forscher/-innen des Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie mit Hilfe von Werkzeugfunden zeigen. Warum aber siedelten die Neandertaler so weit nördlich, während weite Teile Nordeuropas noch von einer Eisschicht bedeckt waren? Die Wissenschaftler/-innen gehen davon aus, dass die Neandertaler an einem See lebten, der im Pleistozän von den Wassermassen der Elbe gespeist wurde. Das Max-Planck-Institut bat nun das LIAG gemeinsam mit dem LBEG um Unterstützung, um die geologischen Strukturen vor Ort zu untersuchen. Mit Hilfe von Schnecken- und Kernbohrungen untersuchen die Geowissenschaftler/-innen den Paläosee und wollen ihm seine Geheimnisse entlocken: Wie häufig trocknete der durch die Elbe befüllte See aus? Welche Lebensbedingungen fanden die Neandertaler am Ufer vor? Und wie lange konnten sie sich auf stabile Verhältnisse verlassen?
Noch sind nicht alle Fragen beantwortet. Im Herbst werden weitere Bohrungen durchgeführt, um mit Hilfe von Bohrkernen mehr über die Lebensbedingungen der Neandertaler vor 70.000 Jahren im Wendland zu erfahren.

13. bis 23. Juni: Workshop zum Verständnis von Kohlebränden in China

In der Provinz Xinjiang im Nordwesten Chinas brennt der Boden. Denn beim Abbau von Steinkohle kommt es immer wieder zu Kohlebränden. Die Kohle liegt relativ dicht unter der Oberfläche und ist besonders reaktiv. Eine fehlerhafte Handhabung bringt die Kohle mit Luftsauerstoff in Kontakt, so dass sie sich spontan entzündet. Brennt es einmal im Untergrund, dann sind die Feuer schwer zu löschen. Denn durch das Feuer selbst werden Risse erzeugt, die ständig Nachschub an Sauerstoff liefern. An der Oberfläche erkennt man verborgene Feuer zum Beispiel durch Temperaturerhöhungen, Gasaustritte und Änderungen der elektromagnetischen Eigenschaften des Untergrundes. Mit Hilfe von numerischen Modellierungen wollen die Forscher/-innen verstehen, wie Kohlebrände entstehen, wie sie sich ausbreiten und wie sie sich effizient löschen lassen. Auf einem gemeinsamen Deutsch-Chinesischen Workshop an der Universität von Urumqi, der Hauptstadt von Xinjiang, stellte Dr. Manfred Wuttke (LIAG) seinen chinesischen Kolleginnen und Kollegen deshalb die Möglichkeiten der geophysikalischen Erkundung und der numerischen Modellierung von Kohlebränden vor. Dieser Workshop ist Teil des Chinesisch-Deutschen Zentrums zur Erforschung von Kohlebränden (XJU-LIAG Joint Center for Underground Coal Fire Research). Im nächsten Jahr ist ein Gegenbesuch der chinesischen Wissenschaftler/-innen zu einem weiteren internationalen Workshop in Hannover geplant.

Mai bis Juli 2019: Chilenischer Gastwissenschaftler forscht für drei Monate am LIAG

Der Geologe Mauricio Muñoz vom Andean Geothermal Center of Excellence (CEGA) der Universidad de Chile in Santiago de Chile ist für drei Monate als Gastwissenschaftler am LIAG tätig. Der bereits für sein wissenschaftlich-soziales Engagement ausgezeichnete Forscher untersucht, welches geothermische Potenzial das Magellan-Becken im südchilenischen Patagonien besitzt. Muñoz, der dank eines Stipendiums der chilenischen Forschungsförderung das LIAG besuchen kann, profitiert von der bestehenden Kooperation beider Forschungseinrichtungen und von den Erfahrungen des LIAG bezüglich des vergleichbaren süddeutschen Molassebeckens.


März 2019: LIAG-Vortrag über Oberflächen-NMR bei SAGEEP-Konferenz in Portland ausgezeichnet

Nico Skibbe ist Doktorand am LIAG und entwickelt im Rahmen seiner Promotion eine Software zur Auswertung von Oberflächen-NMR. Die Kernspinresonanz (nuclear magnetic resonance, NMR) wird seit Längerem genutzt, um die Strukturen im Untergrund oder beispielsweise Wasser, ohne Bohrungen sichtbar zu machen. Mit öffentlich zugänglicher Software können die Forscher/-innen nur senkrecht in den Untergrund schauen. Veränderungen links und rechts der Messung können bisher nur einzelne Firmensoftware darstellen. Nico Skibbe schreibt nun solch ein Auswertprogramm, das für die gesamte wissenschaftliche Gemeinschaft zugänglich sein wird. Die Idee wurde bei der SAGEEP-Konferenz, einer großen europäischen Konferenz für angewandte Geophysik, mit dem Paper-Preis ausgezeichnet. Dank des Preises hat Nico Skibbe die Chance, seine Idee auf der Near Surface Geoscience Conference and Exhibition im September in Den Haag vorzustellen.