Waldsteppen der zentralen Mongolei
- ein DFG-Projekt

PlayType
-ein BMWi-Projekt

Lake Towuti
-ein DFG-Projekt

Multikomponentenseismik in übertieften Alpinen Becken
-ein DFG-Projekt

TOPSOIL
-ein EU-Projekt

Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik

Willkommen beim LIAG

Das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) ist eine eigenständige, außeruniversitäre Forschungseinrichtung. Mit Methoden der Angewandten Geophysik untersuchen wir geowissenschaftliche Fragestellungen. Der Schwerpunkt unserer Arbeiten liegt in der Erkundung des nutzbaren Untergrundes sowie in der Entwicklung von Mess- und Auswerteverfahren. Unsere Forschungsziele sind zukunftsgerichtet und von gesellschaftlicher Bedeutung.

 

Wir sind Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Aktuelles für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Abschlussarbeiten und Praktikumsstellen


Aktuelles

15. bis 18. Oktober 2019: Workshop für ein ICDP Projekt im chinesischen Xi‘an

Mitte Oktober traf sich ein internationales Team von Geowissenschaftler/-innen im chinesischen Xi‘an zu einem Workshop für ein potentielles wissenschaftliches Großprojekt. Das „International Scientific Continental Drilling Programm“ (ICDP) unterstützt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Durchführung von Bohrprojekten. Die internationalen Teams klären dabei geowissenschaftliche Fragestellungen von hoher gesellschaftlicher Relevanz, wie zum Beispiel Hintergründe zur Klimaentwicklung. Eine der nächsten Bohrungen könnte in Zentralchina stattfinden. An drei Tagen hörten die Teilnehmer/-innen aus zehn Ländern Vorträge zu Themen wie der Klimaentwicklung in Asien. Bis zu 7.500 Meter soll die Bohrung in den Untergrund gehen, um so die regionale Klimaentwicklung der letzten 50 Millionen Jahre besser zu verstehen. Auch das LIAG ist mit zwei Forschern am Workshop und möglicherweise an der Bohrung beteiligt. Sie unterstützen das internationale Team mit ihrem Wissen im Bereich der Zyklostratigraphie, also Untersuchungen zum Alter und zur Ablagerung der Gesteine. Gleichzeitig bringen sie den Bereich der Gesteinsphysik ein und können mit der spektralen induzierten Polarisation eine neue, bisher im Rahmen von ICDP nicht genutzte Methode in die Tagung und später in das Projekt einbringen.

9. und 10. Oktober 2019: Vorträge und Austausch beim Treffen des DGG Arbeitskreises Induzierte Polarisation in Hannover

Anfang Oktober trafen sich Forscherinnen und Forscher verschiedener deutscher Universitäten und Forschungsinstitute, um sich über neue methodische und technische Entwicklungen im Bereich der induzierten Polarisation auszutauschen. Auf dem vom LIAG organisierten Arbeitskreistreffen wurden neue methodische Ansätze zur Erforschung der Interaktion von Wasser und Gesteinen vorgestellt. Die Forscherinnen und Forscher diskutierten die Ergebnisse der zeitabhängigen induzierten Polarisation, mit welcher unter anderem Grundwasserverunreinigungen untersucht werden. Der Arbeitskreis trifft sich halbjährlich, um sich auszutauschen und zu vernetzen Im Vordergrund steht für die Forschenden aber vor allem die strategische und inhaltliche Ausrichtung dieses methodischen Forschungsfeldes der Geophysik.


Pressemitteilung

Ältester europäischer See verrät seine Geheimnisse

In einem nun veröffentlichten Nature-Artikel entlockt ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des LIAG dem Ohridsee seine Geheimnisse. Mit einem Alter von ca. 1,4 Millionen Jahren ist der Ohridsee zwischen Nordmazedonien und Albanien nicht nur der älteste See Europas, sondern ein idealer Zeitzeuge der mediterranen Klimageschichte. Bei den Bohrungen im Rahmen des ICDP (International Continental Scientific Drilling Program) entdeckte das Forschungsteam, dass es in Zwischeneiszeiten ausgeprägte Tiefdruckgebiete mit intensiven Regenfällen gab. Ähnliche Phänomene könnten sich durch den menschengemachten Klimawandel in Zukunft erneut einstellen.

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9. Oktober 2019: NFDI Lithosphere - Auftakt für Forschungsdateninfrastruktur Geologie/Geophysik

Im Rahmen der Bund-Länder-Initiative zur Förderung der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) haben Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Ressortforschungseinrichtungen und andere öffentlich geförderte Informationsinfrastruktureinrichtungen die Möglichkeit, sich in thematisch/methodisch ausgerichteten Konsortien zusammen zu schließen, um einen gemeinsamen Förderantrag zu stellen. Das Auswahlverfahren wird von der DFG organisiert. Bereits am 4. Juli 2019 hat das LIAG eine Interessensbekundung für ein Geologie/Geophysik-Konsortium bei der DFG eingereicht, nachdem sich zeigte, dass bei den anderen NFDI-Konsortium geologisch/geophysikalische Forschungsdaten der obersten Erdkruste nicht im Fokus stehen.

Am 9. Oktober fand daher im Geozentrum Hannover eine Startveranstaltung unter Leitung des LIAG statt, mit dem Ziel Interessenten mit geologisch/geophysikalische Daten der obersten Erdkruste zusammenzubringen. Es kamen 21 Vertreter von Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Geologischen Diensten, um sich gegenseitig über bestehende Forschungsdateninfrastruktur der verschiedenen geologischen/geophysikalischen Teildisziplinen zu informieren und über Arbeitsziele sowie das weitere Vorgehen zu diskutieren.

Die Teilnehmenden stimmten überein, dass eine NFDI der festen Erdkruste notwendig ist und in Ergänzung zu der Klimaforschung in den Erdwissenschaften steht. In einer ersten gemeinsamen Aktion wurde über einen neuen Namen abgestimmt. Aus dem vorläufigen „NFDI for Solid Earth“ wird „NFDI Lithosphere“. Im Gegensatz zu vielen anderen NFDI-Konsortien ist dieses Konsortium noch offen für weitere Mitglieder. Das nächste Treffen ist für Januar 2020 in Hannover geplant.