NAWAK

Entwicklung nachhaltiger Anpassungsstrategien für die Infrastrukturen der Wasserwirtschaft unter den Bedingungen des klimatischen und demographischen Wandels

 

Derzeit ist die Anwendung dichteabhängiger Grundwassermodellierungen im Bereich der Wasserversorgung in den norddeutschen Küstenregionen eher die Ausnahme. Die erwarteten Effekte des klimatischen Wandels wie Anstieg des Meeresspiegels und veränderte Niederschlagsverteilung können aber - insbesondere in Kombination mit verstärktem Grundwasser-bedarf - Eindringen von Salzwasser in die Küstenaquifere begünstigen und Qualitätsminderung verursachen.

Für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Küstenaquifere unter Berücksichtigung klimatischer und demografischer Veränderungen ist die Beobachtung der Süß-/Salzwassergrenze erforderlich. Grundwasserströmungsmodellierung unter Berücksichtigung der Dichte ist dabei ein wichtiges Werkzeug für das Systemverständnis. Die Hauptzielsetzung und Herausforderung für das Teilvorhaben 4 des NAWAK-Verbundes war die Ableitung von 3D-Untergrundinformation und insbesondere die Ermittlung des heutigen Zustands der Versalzungsgrenze.

Methodisch lag der Schwerpunkt dieses Teilvorhabens auf geophysikalischen Verfahren und speziell auf aeroelektromagnetischen Daten, deren Umsetzung in geologisch/hydrogeologische Modelle und 3D-Parametrisierung des Untergrundes Forschungspotenzial und Interpretationsspielraum birgt.

In diesem Teilvorhaben wurde für verschiedene Modellgebiete die 3D-Verteilung salzwasserbeeinflusster Bereiche im Untergrund erarbeitet. Im Detail wurde die Datenlage für die Grundwassermodellierung verbessert durch Aufbereitung aeroelektromagnetischer Daten. Diese beinhaltete sowohl den Abgleich mit ergänzenden bodenbasierten geophysikalischen Messungen, als auch Dateninversions- und Interpretationstechniken.

Die erarbeiteten Ansätze können auf andere Regionen übertragen werden.

 

Klimawandel beeinträchtigt Wasserversorgung - Forscher entwickeln neue Strategien

2. Broschüre zur BMBF-Fördermaßnahme INIS