EVAREST

Das Projekt EVAREST - Evaluierung von Restfeldern aus der gemeinsamen Modellierung von Potenzialfelddaten - befasste sich mit der Evaluierung von Strukturmodellen im Teufenbereich 0,5 - 5 km durch die gemeinsame Berücksichtigung gravimetrischer und magnetischer Anomalien bei einer 3D-Vorwärtsmodellierung. Ziel war eine Erhöhung der Interpretationssicherheit. Das Untersuchungsgebiet (38 km x 32 km) lag in Norddeutschland.

Ergebnisse

  • Die Hauptquellen der Schwereanomalien befinden sich in Tiefen von 0,5 bis 5 km.

  • Die Quellen der Magnetfeld-Anomalien teilen sich in zwei Gruppen: a) langwellige Anomalien, die hauptsächlich durch tiefe Krustenstrukturen verursacht werden, und b) kurzwellige Anomalien mit Amplituden, die in der Größenordnung der Datengenauigkeit entsprechen.

  • Die gemeinsame Interpretation gravimetrischer und magnetischer Anomalien liefert ergänzende Informationen über die Geologie des Untersuchungsgebietes, die in bestimmten Fällen zur Verbesserung von Strukturmodellen beitragen können.

  • Das gravimetrische Modell erfordert die Einführung von Dichtegradienten oder größere Geometrieänderungen. Das magnetische Modell zeigt, dass durch dünne, magnetisierte Horizonte maximale Tiefen für die Quellen lokaler Anomalien geschätzt werden können.

  • Dichtegradienten sind mit erheblichen Variationen innerhalb einzelner Horizonte verbunden, können aber neue Informationen über die geologische Entwicklung der Region liefern. Größere Geometrieänderungen würden eine kritische Überprüfung der seismischen Interpretation erfordern.

  • Gefilterte Daten beweisen, dass Salzstock-Randsenken oft lokale magnetische Anomalien erzeugen. Eine gemeinsame Betrachtung gravimetrischer und magnetischer Anomalien verbessert in diesem Fall bestehende Strukturmodelle.

Projektleitung

Dr. Gerald Gabriel

Prof. Charlotte Krawczyk

Projektmitarbeiter

Peter Skiba

Laufzeit

2012-2013

Förderer

RWE Dea und LIAG

Partner

RWE Dea
(Dr. C. Bücker, Dr. M. König)