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KiSNeT

KiSNeT - Königshafen Submariner Grundwasser-Austritts Netzwerk zur Intensivierung der Zusammenarbeit und Wissenstransfer über Orts- und Disziplinen-Grenzen im Bereich der SDG-Forschung, als gemeinsames Experiment in der Königsberger Bucht, Sylt

Submarine Grundwasseraustritte (Submarine Groundwater Discharge, SGD) ermöglichen den Austausch von Wasser und chemischen Bestandteilen zwischen Land und Ozean. Dies hat einen großen Einfluss auf Küstenökosysteme. Obwohl verschiedene Studien an unterschiedlichen Standorten weltweit die Bedeutung der SGD für Küstenökosysteme nachgewiesen haben, ist das Wissen immer noch mit hohen Unsicherheiten verbunden.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert eine Kombination interdisziplinärer (Biogeochemie, Geophysik, Biologie) Sichtweisen, von denen aus Submariner Grundwasser-Austritt (SGD) untersucht wird. Es wird deutlich, dass ein aktueller und gegenseitig verknüpfter Methodenkatalog zur Untersuchung von SGD benötigt wird. Dieser soll Empfehlungen für die optimale Kombination von Methoden verschiedener Disziplinen qualitativ und quantitativ erarbeiten. Dadurch kann eine Standardisierung von SGD-Untersuchung und damit deren Charakterisierung erzielt werden. Eine breite Auswahl an SGD Experten entwarfen ein Vergleichs-Experiment und identifizierten die Königsberger Bucht auf Sylt als Lokation wo alle Methoden eingesetzt werden können.

Die ersten Feldmessungen wurden im Frühjahr 2021 durchgeführt. Dabei konzentrierte sich die Messkampagne auf geophysikalische Methoden (ERT und GPR durch das LIAG und oberflächennahe Elektromagnetik durch die BGR). Sie beinhaltete aber auch erste geochemische Messungen (Porenwasserbeprobung durch das IOW). Primäres Interesse war es, die Süß- und Salzwasserverteilung im südlichen Bereich der Königsberger Bucht zu kartieren, um Frischwasseraustrittszonen zu identifizieren und Bereiche für nachfolgende detaillierte Probenahmeanalysen zu definieren. Drei ERT-Profile senkrecht zur Küstenlinie und ein Profil parallel dazu ermöglichten die Abbildung der Grundwasserverteilung unterhalb der Bucht und identifizierten eindeutig einen Bereich mit Grundwasseraustritten.

Zusätzlich wurden erste GPR-Profile über die Dünen senkrecht zur Küstenlinie gemessen, um den Grundwasserspiegel zu erkunden und Sedimentstrukturen abzubilden. Beides sind wichtige Informationen für den Aufbau eines Grundwassermodells.

Team

Projektleitung

Prof. Dr. Mike Müller-Petke
+49 511 643-3253

Projektbearbeitung

Dr. Mathias Ronczka
Dr. Jan Igel

Partner

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)
Leibniz Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT)
Universität Oldenburg
Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)
Bundesanstalt f. Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)
Alfred-Wegener-Institut (AWI)
Universität Kiel
Universität Bayreuth

Förderung

Laufzeit

01.02.2020-01.03.2023