Salz-/Süßwassersysteme

ein Themenfeld im Forschungsschwerpunkt Grundwassersysteme

Süßwasser brauchen wir zum Leben. Grundwasserversalzung gefährdet unser wichtigstes Lebensmittel. Die Hauptursachen der natürlichen Grundwasserversalzung sind Salzwasserintrusionen im Küstenbereich, Salzstöcke und erhöhte Grundwassermineralisationen z.B. in ariden Gebieten. Ziele geophysikalischer Erkundungen sind beispielsweise Salz-/Süßwasserabgrenzungen im Küsten- und Inselbereich, Süßwasseraustritte ins Meer, Salzwasserüberschichtungen, Dynamik der Salz-/Süßwassergrenze, Salzwasseraufstiegszonen, Grundwasserversalzung etc. Am LIAG wird die räumliche und langzeitliche Erfassung dynamischer Prozesse in diesen Bereichen ausgebaut, um unmittelbar negative Entwicklungen in Grundwassersystemen in-situ abbilden zu können.

Süßwasservorkommen machen nur etwa 2,5 Prozent der globalen Wassermenge aus. Von diesen 2,5 Prozent halten etwa 0,4 Prozent den Süßwasserkreislauf in Bewegung (Verdunstung, Niederschlag, unterirdischer / oberirdischer Abfluss). Die restlichen 99,6 Prozent sind gebunden: zu 30,1 Prozent in Grundwasservorräten tief unter der Erdoberfläche, zu 69,5 Prozent in Eiskappen, Gletschern, ewigem Schnee oder Permafrost.

Das süße Wasser brauchen wir zum Leben. Grundwasserversalzung gefährdet unser wichtigstes Lebensmittel. Die Hauptursachen der Grundwasserversalzung sind:

  • Salzwasserintrusionen im Küstenbereich
  • Salzstöcke
  • Erhöhte Grundwassermineralisation in ariden Gebieten

Und dazu kommen anthropogene Ursachen durch Überdüngung und Müllhalden.

Da die elektrische Leitfähigkeit des Wassers stark von der Mineralisation oder Salzkonzentration abhängt bieten Salz-/Süßwassersysteme klassische Ziele geoelektrischer oder elektromagnetischer Messungen. Diese Widerstandsverfahren reagieren auf die elektrische Leitfähigkeit der Porenflüssigkeit, diese wird wiederum durch Salzminerale erhöht. Ab einem Chloridgehalt von 250 mg/l gilt ein Wasser als versalzen. Trinkwasserqualität erfordert eine elektrische Leitfähigkeit von maximal 2500 μS/cm.

Ziele geophysikalischer Erkundungen sind z.B. Salz-/Süßwasserabgrenzungen im Küsten- und Inselbereich, Süßwasseraustritte ins Meer, Salzwasserüberschichtungen, Dynamik der Salz-/Süßwassergrenze, Salzwasseraufstiegszonen, Grundwasserversalzung, etc. Die Daten liefern Grundlagen für das Studium von Austausch- und Transportprozessen.

Ansprechpartnerin

Mitarbeiter

Michael Grinat
Mathias Ronczka
Mohamed Azizur Rahman
Thomas Günther