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Georeservoire – Energiequelle und Energiespeicher

Forschung im Bereich der Georeservoire als Energiequelle und Energiespeicher, zum Beispiel hinsichtlich der Geothermie, Wasserstoff oder CO2.

Bündelung von Forschung im Bereich der Georeservoire als Energiequelle und Energiespeicher

Die Bereitstellung von Energie sowie die Energiespeicherung sind zentrale Elemente in der Entwicklung, Gestaltung und Organisation von Volkswirtschaften weltweit. Derzeit stellen fossile Energiequellen aus durchlässigen, porösen Gesteinsformationen und Reservoiren (Erdöl, Erdgas, Kohle) immer noch den größten Anteil an Energie bereit und der zeitlich variable Energiebedarf wird zum Beispiel über Pumpspeicherwerke abgepuffert. Ein wesentlicher Vorteil fossiler Energiequellen und geothermischer Energie ist deren Grundlastfähigkeit. Die steigende Produktion Erneuerbarer Energie aus Solar- und Windenergie erfordert, aufgrund deren zeitlich und räumlich variablen Verfügbarkeit, großskalige Speichersysteme, um der Nachfrage gerecht zu werden. Dazu bieten sich Georeservoire an, das heißt geologische, poröse und permeable Gesteinsformationen. In diesen kann Energie, beispielsweise in Form überschüssiger Wärme, Wasserstoff und Erdgas, zwischengespeichert und bei Bedarf wieder gefördert werden. In den vergangenen Jahrzehnten konnte sich das LIAG im Zusammenhang mit der Erkundung und Charakterisierung von geothermischen Reservoiren ein internationales Renommee erarbeiten. Die technischen und wissenschaftlichen Ansätze und Methoden können direkt auf das Thema „Georeservoire“ übertragen werden. Darüber hinaus sind im Norddeutschen Becken und damit in Niedersachsen aufgrund der geologischen Gegebenheiten in Frage kommende Georeservoire weit verbreitet und ein Forschungsnetzwerk, spezialisierte Industrieunternehmen und die entsprechenden Fachbehörden zur weiteren Entwicklung der Nutzung von Georeservoiren bereits etabliert.

Weitere Hintergründe und Ziele im Interview mit Prof. Dr. Martin Sauter, Leiter des LIAG.