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Manfred Frechen wird kommissarischer Direktor des Leibniz-Instituts für Angewandte Geophysik

Start der Neukonzeptionierung: Grundwasser-Geophysik und Geogefahren im Fokus.

Hannover. Das LIAG setzt mit Beschluss seines Kuratoriums Prof. Dr. Manfred Frechen offiziell als kommissarischen Direktor ein. Prof. Dr. Gerald Gabriel tritt dessen bisherige Stelle als stellvertretender Direktor an. Zudem bekam die Leitung im LIAG den Auftrag, in einem Rahmenkonzept ihre Forschungslinie hinsichtlich der Startthemen Grundwasser-Geophysik und Geogefahren zu konkretisieren – hin zu einem Institut für Umweltgeophysik.

 

Prof. Dr. Manfred Frechen wird kommissarischer Direktor

Prof. Dr. Manfred Frechen wird kommissarischer Direktor

Prof. Dr. Manfred Frechen und Prof. Dr. Gerald Gabriel

Prof. Dr. Manfred Frechen und Prof. Dr. Gerald Gabriel

Vor dem Institut.

Die Ausarbeitung der Startthemen beginnt.

Die beiden höchsten Leitungspositionen im LIAG sind mit dem Beschluss des Kuratoriums als oberstes Gremium des Instituts vollständig besetzt. Seit dem Jahr 2001 ist Prof. Dr. Manfred Frechen Sektionsleiter für Geochronologie im LIAG und leitete seit zwei Jahren das Institut als stellvertretender Direktor. Diesen Posten übernimmt nun Prof. Dr. Gerald Gabriel. Er arbeitet seit 1998 am LIAG und in seiner Vorgängerorganisation im Bereich „Seismik und Potenzialverfahren“ und leitet diesen seit dem Jahr 2016. Für den Fall, dass derzeitige Verhandlungen zur dauerhaften Besetzung der Institutsleitung nicht erfolgreich abgeschlossen werden, wird das Kuratorium eine Findungskommission einsetzen.

„Wir sind im LIAG sehr motiviert, gemeinsam und aufbauend auf den Stärken und der geophysikalischen Expertise unserer Forschenden, eine Strategie für die Ausrichtung in ein Institut für Umweltgeophysik zu finden“, erklärt Prof. Dr. Manfred Frechen. „Der Beschluss, unsere vorgeschlagenen und bereits in Ansätzen ausgearbeiteten Forschungsthemen weiter zu präzisieren, ist ein essenzieller Schritt in eine erfolgreiche wissenschaftliche Zukunft.“

Institut für Umweltgeophysik: Grundwasser-Geophysik und Geogefahren im Fokus

Bis zum Frühjahr soll das LIAG zudem nach Kuratoriumsbeschluss die bestehenden Ansätze zur inhaltlichen und strukturellen Neuausrichtung in einem gesamtheitlichen Rahmenkonzept zu konkretisieren. Mithilfe von Workshops, unter anderem mit nationalen und internationalen Expertinnen und Experten aus dem geowissenschaftlichen und geophysikalischen Bereich, sowie den darauf aufbauenden Empfehlungen des Wissenschaftlichen Beirats wurden zwei potenzielle Schwerpunktthemen für die Forschung herauskristallisiert: „Grundwasser-Geophysik“ und „Geogefahren“. Weiter soll herausgearbeitet werden, wie innerhalb dieser beiden Themen Einflüsse durch Klimaänderungen oder auch Aspekte der anstehenden Energiewende mit untersucht werden können. Der Entwurf des Konzepts stellt eine Basis für die Entwicklung eines Instituts für Umweltgeophysik dar.

Hintergrund

Nachdem die gemeinsame Bund-Länder-Förderung im Rahmen der Abwicklungsfinanzierung Ende des Jahres 2022 nicht mehr fortgeführt wird, übernimmt das Land Niedersachsen die Finanzierung. Das Land sieht das Institut weiterhin als einen wichtigen Bestandteil der nationalen Forschungslandschaft an und hält sowohl die methodische und wissenschaftliche Kompetenz als auch die Beratungsleistung des LIAG im Zusammenhang mit aktuellen gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitischen Fragen zur Erforschung und Nutzung des Untergrundes für unverzichtbar.

Über das LIAG
Das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) mit Sitz in Hannover ist eine eigenständige, außeruniversitäre Forschungseinrichtung. Mit Methoden der Angewandten Geophysik werden zukunftsgerichtete Fragestellungen von gesellschaftlicher Bedeutung untersucht. Der Schwerpunkt der Forschungsarbeiten liegt in der Erkundung des nutzbaren Untergrundes sowie in der Entwicklung von Mess- und Auswerteverfahren. Das Institut blickt auf über 50 Jahre Erfahrung in der Geophysik-Forschung zurück. Durch die langjährige Spezialisierung in der oberflächennahen Anwendung der Geophysik, der Geräte- sowie Dateninfrastruktur sowie der damit einhergehenden Möglichkeit, innerhalb eines Instituts verschiedenste geophysikalische Methoden themenübergreifend zu kombinieren, ist das LIAG deutschlandweit einzigartig. www.leibniz-liag.de

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