Home / Home / Start von DESMEX-real: Großskalige Methodenanwendung zur Erkundung von Erzlagerstätten 

Start von DESMEX-real: Großskalige Methodenanwendung zur Erkundung von Erzlagerstätten

Das vom BMBF geförderte Verbundprojekt DESMEX-real ist offiziell angelaufen! Es schließt sich an das Verbundprojekt DESMEX (Deep Electromagnetic Sounding for Mineral Exploration) an, welches die Entwicklung einer semi-airborne CSEM-Erkundungsmethodik für Erzlagerstätten bis zu einem Kilometer Tiefe zum Ziel hat. Im Projekt DESMEX-real wird die Methode nun großskalig im gesamten Untersuchungsgebiet Oberharz angewendet. Die Messungen starten im Laufe des Jahres 2022.

Das Verbundprojekt DESMEX befindet sich derzeit in der zweiten Projektphase „DESMEX II“, die nach der Entwicklung der Methodik zusammen mit Praxispartnern auf die Umsetzung an verschiedenen Teststandorten (Kropfmühl, Gosetal, Bad Grund sowie in Schweden und Namibia) fokussiert. Der Schwerpunkt des LIAG liegt dabei auf der Entwicklung von Inversionsalgorithmen, welche beliebige 3-D-Geometrien der Topographie sowie der Sender und Empfänger berücksichtigen kann.

In der nun teils schon parallellaufenden Fortsetzung DESMEX-real – mit den LIAG-Forschenden Dr. Thomas Günther und Dr. Raphael Rochlitz – geht es zum einen um die großskalige Anwendung der Methodik (ein sogenanntes Reallabor): Zusätzlich zu den Messungen mit Hubschraubern kommen dabei Drohnen zum Einsatz, die kleinere oder unzugängliche Gebiete besser im Detail erkunden können. Diese werden nicht nur im Harz auf interessanten Teilstrukturen, sondern auch im Bereich Grundwasser, z.B. der flächenhaften Kartierung von Salz-Süßwasser-Übergangszonen eingesetzt, eines der Kernthemen in der Neuausrichtung des LIAG. Zum anderen sollen neben den Messungen mit dem LIAG-Drohnensystem Algorithmen für die skalenübergreifende Abbildung von Hubschrauber-, Drohnen- und Bodenmessungen entwickelt und auf die erhaltenen Messdaten eingesetzt werden.

Projektpartner sind neben der BGR und dem LBEG die Universitäten Münster, Köln und Clausthal-Zellerfeld, das IPHT Jena und weitere Praxispartner. Das vom BMBF als besonders förderwürdig eingeordnete Projekt ist insofern bahnbrechend, da es nach der Entwicklung einer neuen Erkundungsmethodik über die beispielhafte Anwendung auf verschiedenen Lagerstätten nun den Bogen bis hin zur großskaligen Erkundung und Übertragung der Methodik zieht.

Zur DESMEX-II-Projektseite