Home / Medien 

News-Archiv

Juli bis August 2019: In Kaschmir/Indien die Klimageschichte Zentralasiens rekonstruieren

Staubstürme sind in Indien nichts Unbekanntes. Immer wieder trägt der Wind große Mengen Staub teils über weite Entfernungen in das südasiatische Land. Auch gibt es Staubstürme in Indien schon seit tausenden von Jahren, sodass sich Staubablagerungen gut zur Rekonstruktion der lokalen Klimageschichte eignen. Denn ist das Klima eher warm und feucht, formt sich ein Boden aus den Staubablagerungen. Ist es dagegen eher kalt und trocken, dann bleibt der Staub als Lockersediment erhalten. Christian Zeeden (LIAG) ist vor Kurzem nach Kaschmir gereist, um dort gemeinsam mit indischen Kollegen Sedimentproben zu nehmen. Im Labor können sie bestimmen, wie alt die Proben sind und unter welchen Klimabedingungen sie sich abgelagert haben. Wenn diese ersten Untersuchungen vielversprechend verlaufen, dann wollen Zeeden und seine Kollegen umfassende Daten aus dem Gebiet erheben, um die Klimaentwicklung der Region mit den sie umgebenden Ländern Zentralasiens vergleichen zu können.

31. Juli 2019: planeterde® berichtet über LIAG-Forschung zu übertieften Tälern

Im März 2019 fand in Köln das gemeinsame IODP und ICDP Kolloquium statt. Dort trafen sich jene Geowissenschaftler/-innen, die weltweit Bohrungen auf dem Meeresboden, an Land oder in Seen durchführen und mit Hilfe von Bohrkernen die Entstehungs- und Klimageschichte des Planeten Erde erforschen. Im Rahmen dieser Konferenz interviewten zwei Wissenschaftsjournalisten Dr. Thomas Burschil (LIAG) zu seiner Arbeit über übertiefte Täler am Beispiel des Lienzer Beckens. Täler wie das in Osttirol wurden während der letzten Kaltzeit durch Gletscher ausgehöhlt und anschließend mit Sedimenten verfüllt. Ursprünglich waren damit einige Alpentäler deutlich tiefer, als man bisher vermutet hatte. Das Ergebnis des Interviews wurde nun auf der Internetseite von planeterde® veröffentlicht.

Mehr Infos zum Projekt: https://www.leibniz-liag.de/forschung/projekte/drittmittelprojekte/multikomponentenseismik-in-uebertieften-alpinen-becken.html

Der Artikel zum Interview: https://www.planeterde.de/wissen/von-gletschern-bis-auf-meeresniveau-eingetieft

15. bis 19. Juli: Im Wendland den Neandertalern auf der Spur

Vor circa 70.000 Jahren lebten Neandertaler im Wendland, an der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Das konnten Forscher/-innen des Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie mit Hilfe von Werkzeugfunden zeigen. Warum aber siedelten die Neandertaler so weit nördlich, während weite Teile Nordeuropas noch von einer Eisschicht bedeckt waren? Die Wissenschaftler/-innen gehen davon aus, dass die Neandertaler an einem See lebten, der im Pleistozän von den Wassermassen der Elbe gespeist wurde. Das Max-Planck-Institut bat nun das LIAG gemeinsam mit dem LBEG um Unterstützung, um die geologischen Strukturen vor Ort zu untersuchen. Mit Hilfe von Schnecken- und Kernbohrungen untersuchen die Geowissenschaftler/-innen den Paläosee und wollen ihm seine Geheimnisse entlocken: Wie häufig trocknete der durch die Elbe befüllte See aus? Welche Lebensbedingungen fanden die Neandertaler am Ufer vor? Und wie lange konnten sie sich auf stabile Verhältnisse verlassen?
Noch sind nicht alle Fragen beantwortet. Im Herbst werden weitere Bohrungen durchgeführt, um mit Hilfe von Bohrkernen mehr über die Lebensbedingungen der Neandertaler vor 70.000 Jahren im Wendland zu erfahren.

05. Juli 2019: Sarah Hupfer schließt Doktorarbeit am LIAG ab

Gute vier Jahre arbeitete Sarah Hupfer in der Nachwuchsgruppe „Subrosion“ des LIAG an ihrer Dissertation. Anfang Juli reichte sie die fertige Doktorarbeit nun an der TU Clausthal ein und wartet auf ihre mündliche Verteidigung. Im Teilprojekt „Petrophysik“ untersuchte sie, welche Transport- und Lösungsprozesse in Karbonatgesteinen (Kalksteinen) ablaufen. Dafür nutzte sie unter anderem die Methode der „Spektralen Induzierten Polarisation“ (SIP). Sarah Hupfer betreibt mit ihrer Doktorarbeit Grundlagenforschung. Denn sie nutzte die SIP Methode, um erstmalig und systematisch die komplexen elektrischen Eigenschaften verschiedener Karbonat-Typen zu bestimmen. Dieses Grundlagenwissen über Kalksteine ist ein wichtiger Baustein, mit dem Forscherinnen und Forscher in Zukunft Subrosionsprozesse, bei denen der Untergrund auslaugt und instabil wird, besser prognostizieren können.  

Das LIAG gratuliert Sarah Hupfer zu ihrer fertiggestellten Dissertation und wünscht ihr für die Verteidigung viel Erfolg.

Link zum Projekt: https://www.leibniz-liag.de/forschung/projekte/haushaltsprojekte/gesteinsphysik-subrosion.html

28. Juni - 5. Juli 2019: Messkampagne in Finnland

Ende Juni/Anfang Juli fuhren mehrere LIAG-Mitarbeiter von S5 nach Finnland, um gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Finnland und Deutschland verschiedene geophysikalische Messungen nahe der Kupferbergbaustadt Outokumpu durchzuführen. An diesem ostfinnischen Ort wurde 2004/2005 eine 2.500 Meter tiefe Bohrung in circa. 1,9 Milliarden Jahre alte metamorphe Gesteine wie Glimmerschiefer und Granitoide abgeteuft. Seit fast 15 Jahren können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Bohrloch als Geoobservatorium nutzen. Die Bohrlochgeophysiker des LIAG nahmen die Chance nun wahr, um den Zufluss von salz- und gashaltigen Formationswässern und die räumliche Verteilung der mechanischen Spannung im Gestein (Stressfeld) besser zu verstehen. Bei der Gelegenheit unterzogen sie die Messtechnik des LIAG einigen technischen Praxistests.

15.-23. Juni 2019: Mit dem Georadar auf der IdeenExpo den Untergrund erforschen

Auf der IdeenExpo konnten Kinder und Jugendliche am Stand des LIAG mit Hilfe eines Georadargeräte den Untergrund erkunden und auf große und kleine Schätze stoßen.

13. bis 23. Juni: Workshop zum Verständnis von Kohlebränden in China

In der Provinz Xinjiang im Nordwesten Chinas brennt der Boden. Denn beim Abbau von Steinkohle kommt es immer wieder zu Kohlebränden. Die Kohle liegt relativ dicht unter der Oberfläche und ist besonders reaktiv. Eine fehlerhafte Handhabung bringt die Kohle mit Luftsauerstoff in Kontakt, so dass sie sich spontan entzündet. Brennt es einmal im Untergrund, dann sind die Feuer schwer zu löschen. Denn durch das Feuer selbst werden Risse erzeugt, die ständig Nachschub an Sauerstoff liefern. An der Oberfläche erkennt man verborgene Feuer zum Beispiel durch Temperaturerhöhungen, Gasaustritte und Änderungen der elektromagnetischen Eigenschaften des Untergrundes. Mit Hilfe von numerischen Modellierungen wollen die Forscher/-innen verstehen, wie Kohlebrände entstehen, wie sie sich ausbreiten und wie sie sich effizient löschen lassen. Auf einem gemeinsamen Deutsch-Chinesischen Workshop an der Universität von Urumqi, der Hauptstadt von Xinjiang, stellte Dr. Manfred Wuttke (LIAG) seinen chinesischen Kolleginnen und Kollegen deshalb die Möglichkeiten der geophysikalischen Erkundung und der numerischen Modellierung von Kohlebränden vor. Dieser Workshop ist Teil des Chinesisch-Deutschen Zentrums zur Erforschung von Kohlebränden (XJU-LIAG Joint Center for Underground Coal Fire Research). Im nächsten Jahr ist ein Gegenbesuch der chinesischen Wissenschaftler/-innen zu einem weiteren internationalen Workshop in Hannover geplant.

12. Juni 2019: Kieler Studierende besichtigen Labore und Messtechnik des LIAG

Theorie und Praxis verbinden, das stand beim Besuch der Studierenden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel am LIAG im Vordergrund. Es war Geophysik zum Anfassen, was das LIAG den Studierenden des Masters Geophysik Mitte Juni in Hannover zeigte. Wie funktioniert geophysikalische Messtechnik im Bohrloch? Welche Herausforderungen gibt es bei gesteinsphysikalischen Untersuchungen im Labor? Und wie können beide Skalen miteinander verknüpft werden? Die Mitarbeiter/-innen des LIAG freuten sich über das große Interesse der Studierenden und den Austausch mit der CAU Kiel.

3. bis 6. Juni 2019: Seismische Messungen in Hamburg-Sülldorf

Vier Tage lang untersuchten die Forscherinnen und Forscher des LIAG den Untergrund in Hamburg-Sülldorf. Ihr Ziel war es, Untergrundstrukturen besser zu verstehen und Trinkwasservorkommen zu lokalisieren. Dafür senden sie Schallwellen in den Untergrund und messen mit Hilfe von sogenannten Geophonen, wie lange es dauert, bis die reflektierten Schallwellen bei den Geophonen ankommen. Damit können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf die Tiefe einzelner Schichten im Untergrund schließen. Das Wissen um den Aufbau des Untergrundes und das Vorkommen von Trinkwasserquellen ist angesichts des Dürresommers 2018 besonders relevant. Wasserwerke, wie in diesem Fall „Hamburg Wasser“, sind auf die wissenschaftliche Kompetenz und Methodenwissen angewiesen, um die Trinkwasserversorgung sicherstellen zu können. Die Forschung ist Teil des EU-Interreg-Projektes TOPSOIL.

Link zum Projekt: https://www.leibniz-liag.de/forschung/projekte/drittmittelprojekte/topsoil.html

Juni 2019: LIAG-Wissenschaftlerin baut neues Forschungsnetzwerk auf

Sumiko Tsukamoto forscht am LIAG an der Altersbestimmung von Sediment- und Gesteinsablagerungen anhand spezieller Eigenschaften von kleinen Quarz- und Feldspat-Körnern. Sie ist damit Teil der wissenschaftlichen Community auf dem Feld der Lumineszenz- und der Elektronenspinresonanz-Datierung. Solche Altersbestimmungen sind wichtig, um die zeitliche Veränderung des Klimas, zum Beispiel das Alter und die Dauer von Kalt- und Warmzeiten, in den unterschiedlichen Regionen der Welt zu verstehen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der verschiedenen Forschungsrichtungen treffen sich zwar regelmäßig auf Konferenzen in der ganzen Welt. Einen Dachverband, durch den sich die Community vernetzen und gemeinsame Forschungsziele voranbringen kann, gibt es jedoch bisher nicht. Eine neue Arbeitsgruppe soll dies nun ändern und wird die sogenannte „Trapped Charge Dating Association (TCDA)“ gründen. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe wählten kürzlich Sumiko Tsukamoto zur Vorsitzenden. Sie trägt damit die maßgebliche Verantwortung für das Zustandekommen eines professionellen Verbandes.

Mehr Infos unter: http://ancienttl.org/TCDA/TCDA.htm

Mai bis Juli 2019: Chilenischer Gastwissenschaftler forscht für drei Monate am LIAG

Der Geologe Mauricio Muñoz vom Andean Geothermal Center of Excellence (CEGA) der Universidad de Chile in Santiago de Chile ist für drei Monate als Gastwissenschaftler am LIAG tätig. Der bereits für sein wissenschaftlich-soziales Engagement ausgezeichnete Forscher untersucht, welches geothermische Potenzial das Magellan-Becken im südchilenischen Patagonien besitzt. Muñoz, der dank eines Stipendiums der chilenischen Forschungsförderung das LIAG besuchen kann, profitiert von der bestehenden Kooperation beider Forschungseinrichtungen und von den Erfahrungen des LIAG bezüglich des vergleichbaren süddeutschen Molassebeckens.

15. Mai 2019: 11. Norddeutsche Geothermietagung im GEOZENTRUM

Die Planungen für die 11. Nordddeutsche Geothermietagung im GEOZENTRUM Hannover laufen auf Hochtouren. Am 15. Mai 2019 treffen sich wieder Fachleute aus Unternehmen, Behörden und Forschung zur wichtigsten Veranstaltung der Branche in Norddeutschland. Diesmal steht die Tiefe Geothermie im Blickpunkt. Unter dem Motto „Stellschrauben für eine zukunftsfähige Tiefe Geothermie“ diskutieren Expertinnen und Experten über die Frage: Welche Konzepte versprechen Erfolg, um die Tiefe Geothermie in Norddeutschland zu einer marktfähigen Energieform zu entwickeln.

Mehr: https://www.norddeutsche-geothermietagung.de/index.html

April 2019: Vladimir Shipilin gibt EAGE ein Interview

Vladimir Shipilin promoviert gerade am LIAG im Bereich der Geothermie. Schon als Student nahm er an Veranstaltungen der European Association of Geoscientists and Engineers (EAGE) teil und wurde durch den Berufsverband gefördert. Anlässlich des 10-jährigen Bestehens der EAGE-Stipendien für Studierende gab er der EAGE nun ein ausführliches Interview. Er erzählt darin was die Förderung durch die EAGE für ihn während des Studiums und beim Übergang in den Beruf und seine Arbeit am LIAG bedeutet hat.

Link zum Interview: https://www.eage.org/en/students/student-fund

04.-07. März 2019: Das LIAG ist zahlreich auf DGG in Braunschweig vertreten

Beim Jahrestreffen der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft traf sich die geophysikalische Community dieses Jahr in Braunschweig. Zahlreiche Forscherinnen und Forscher des LIAG waren auf der DGG vertreten, hielten Vorträge, stellten Poster vor, leiteten Sessions oder informierten und vernetzten sich. Highlight am Infostand des LIAG war ein Gewinnspiel aus dem Bereich Petrophysik.

März 2019: LIAG-Vortrag über Oberflächen-NMR bei SAGEEP-Konferenz in Portland ausgezeichnet

Nico Skibbe ist Doktorand am LIAG und entwickelt im Rahmen seiner Promotion eine Software zur Auswertung von Oberflächen-NMR. Die Kernspinresonanz (nuclear magnetic resonance, NMR) wird seit Längerem genutzt, um die Strukturen im Untergrund oder beispielsweise Wasser, ohne Bohrungen sichtbar zu machen. Mit öffentlich zugänglicher Software können die Forscher/-innen nur senkrecht in den Untergrund schauen. Veränderungen links und rechts der Messung können bisher nur einzelne Firmensoftware darstellen. Nico Skibbe schreibt nun solch ein Auswertprogramm, das für die gesamte wissenschaftliche Gemeinschaft zugänglich sein wird. Die Idee wurde bei der SAGEEP-Konferenz, einer großen internationalen Konferenz für angewandte Geophysik, mit dem Paper-Preis ausgezeichnet. Dank des Preises hat Nico Skibbe die Chance, seine Idee auf der Near Surface Geoscience Conference and Exhibition im September in Den Haag vorzustellen.

März 2019: Kooperationsvertrag mit chilenischer Universidad Técnica Federico Santa María unterzeichnet

Die Sektion S4 des LIAG vertieft ihren Lateinamerikaschwerpunkt. Auch mit der Technischen Universität im chilenischen Valparaiso schloss das LIAG ein Kooperationsabkommen ab. Weitere Kooperationen bestehen mit verschiedenen Universitäten in Chile und Kuba. Mit dem Abkommen wollen die Wissenschaftler/-innen in Deutschland und Chile die Nutzung von Geothermie und die verbesserte Rohstoffeffizienz beispielsweise von Lithium erforschen. Auch der wissenschaftliche Nachwuchs soll durch gemeinsam betreute Master- und Doktorarbeiten von dem Abkommen profitieren.

18.-19. Februar 2019: Südkoreanische Delegation zu Besuch am LIAG

Aus der südkoreanischen Hauptstadt Seoul bekam das LIAG Mitte Februar Besuch. Drei Mitarbeiterinnen der Arbeitsgruppe „Energie-Ingenieurwesen und mineralische Ressourcen“ besuchten das LIAG, um die Petrophysik-Labore zu besichtigen. Die Besucherinnen der Sejong University interessieren sich für die aktuellen Forschungsthemen im Bereich induzierte Polarisation. Das LIAG freut sich auf einen weiteren Austausch mit den asiatischen Kolleginnen und Kollegen.

14.-15. Februar 2019: Austausch und Netzwerken bei GeoTHERM in Offenburg

Auf Deutschlands größter Fachmesse zu Geothermie, der GeoTHERM in Offenburg, vernetzte sich das LIAG mit Fachleuten aus Wirtschaft und Wissenschaft aus dem Bereich flache und tiefe Geothermie. Die Forscherinnen und Forscher der Sektion „Geothermik und Informationssysteme“ des LIAG stellten dabei am Infostand die verschiedenen Anwendungen des Instituts vor: E-Learning, GEOTIS, SeisViz3D.

Mehr: https://www.leibniz-liag.de/institut/sektionen/geothermik-informationssysteme.html

14.-15. Februar 2019: Das LIAG bei der GeoTHERM Offenburg

Zum dreizehnten Mal findet in Offenburg die GeoTHERM statt, eine von Deutschlands größten Fachmessen zum Thema Geothermie. Die Forscherinnen und Forscher der Sektion S4 „Geothermik und Informationssysteme“ werden auch in diesem Jahr das Institut mit Postern und Vorträgen am Infostand des LIAG vertreten. Besuchen Sie uns gerne an unserem Stand 113/Ortenauhalle auf der GeoTHERM 2019.

29.-30. Januar 2019: Das LIAG vernetzt sich

Das LIAG verstärkt seine Kooperationen mit anderen Instituten der Leibniz-Gemeinschaft. Ende Januar besuchten zuerst Kollegen des Deutschen Bergbaumuseums Bochum das LIAG. Anschließend fuhren Vertreter des LIAG nach Warnemünde zum Leibniz-Institut für Ostseeforschung. Diese ersten Gespräche könnten in einer Kooperation des LIAG mit den Leibniz-Instituten münden.

23.-24. Januar 2019: Workshops zu Temperatur Modellierung in Zagreb

Dr. Thorsten Agemar leitete zwei Workshops auf dem „Joint Knowledge Exchange Workshop on Temperature Modelling“ im kroatischen Zagreb. Vor Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen europäischen Ländern gab er zuerst eine Einführung in die Korrektur von Bohrlochtemperaturen, die zum Zeitpunkt der Messung noch durch den Spülungsumlauf während der Bohrphase gestört waren. Danach zeigte Herr Agemar, wie aus gemessenen Temperaturpunkten ein 3D-Modell zur Vorhersage der Untergrundtemperaturen mit geostatistischen Methoden berechnet werden kann und stellte dabei auch das 3D-Untergrundtemperaturmodell des geothermischen Informationssystems GeotIS vor.

17. Januar 2019: Neue Kooperation des LIAG mit indischem Christ College Autonomous

Prof. Dr. Manfred Frechen unterzeichnete im indischen Irinjalakuda, Teil des südwestlichen Bundesstaates Kerala, ein Memorandum of Understanding mit dem Christ College Autonomous. Eine engere Zusammenarbeit sowie ein gegenseitiger Doktorandenaustausch sind durch die Kooperation möglich. Erste Berührungspunkte gibt es bereits im Rahmen eines gemeinsamen Projektes zur geochronologischen Untersuchung des Küstenverlaufs in Kerala. Ein DFG-Projektantrag ist ebenfalls geplant. Das LIAG freut sich auf eine produktive Zusammenarbeit.

Januar/Februar 2019: Lateinamerika ist neuer Kooperationsschwerpunkt des LIAG

Das LIAG vertieft und erweitert seine wissenschaftliche Zusammenarbeit auf dem Forschungsfeld der Nutzbarmachung geothermischer Energie mit verschiedenen lateinamerikanischen Universitäten, Forschungsinstituten und staatlichen Energieversorgern. Mit der Universidad de Sancti Spirítus José Martí Pérez im Zentrum von Kuba besteht seit Anfang des Jahres bereits ein Kooperationsvertrag, mit der Universidad Técnica Federico Santa María in Valparaíso, Chile steht eine solche Kooperationsvereinbarung kurz vor dem Abschluss.

Januar 2019: LIAG installiert Salzwassermonitoringsystem SAMOS bei Jever

Wasserressourcen nachhaltig zu nutzen, ist in Küstenregionen weltweit eine besondere Herausforderung. Versalzungen können das Grundwasser und damit auch die Trinkwasserversorgung gefährden. Um die Süß-Salzwassergrenze im Untergrund langfristig zu untersuchen, installierten Mitarbeiter/-innen des LIAG kürzlich eine vertikale Elektrodenstrecke nahe des Ems-Jade-Kanals in etwa 30-50 Metern Tiefe. Mit diesem Messsystem werden täglich physikalische Parameter erfasst und im Rahmen des go-CAM-Projektes ausgewertet.

Mehr: https://www.leibniz-liag.de/forschung/projekte/drittmittelprojekte/go-cam.html

22. November 2018: Veränderung in der Institutsleitung des LIAG

Auf Beschluss des Kuratoriums ist mit Ablauf des 22.11.2018 Herr Dr. Thomas Wonik von seinen Aufgaben als stellvertretender Direktor des LIAG entbunden worden. Herr Prof. Dr. Manfred Frechen ist seit dem 23.11.2018 mit der Wahrnehmung der Geschäfte als stellvertretender Direktor des LIAG beauftragt. Die Vertreter sind Herr Dr. Gerald Gabriel und Frau Prof. Dr. Inga Moeck.

10. November 2018: Experimentieren auf der Nacht, die Wissen schafft

Am Stand "Experiment Erde" des FZ:GEO im Lichthof (Hannover) erkundeten Interessierte unsere Erde in Mitmach-Experimenten selbst. Experimentierfreudige erfuhren mehr über die Forschung des LIAG zum Thema Grundwasser und konnten selbst spannende Fragen beantworten: Wie schnell fließt das Wasser im Boden? Wie finde ich Grundwasser? Wie entdeckt man Grundwasserversalzung? Dies sind einige Beispiele für Fragen, denen Besucherinnen und Besucher in der "Nacht, die Wissen schafft" auf den Grund gehen konnten.

Positionspapier zur Wärmewende

Das LIAG hat ein Positionspapier über Die Rolle der tiefen Geothermie bei der Wärmewende veröffentlicht. Das Papier zeigt Wege auf, wie bis 2050 in Deutschland 60 % der Wärme mittels erneuerbarer Energien erzeugt werden kann. Bisher stammt etwa 13 % der Wärme aus erneuerbaren Energien – meist Holz und Biogas. Der Beitrag der tiefen Geothermie ist derzeit noch gering. In Zukunft kann und sollte die tiefe Geothermie ein wichtiger Baustein der Wärmewende sein.

Januar 2018: 50 Jahre Mitgliedschaft in der DGG

Das LIAG erhält die Goldene Ehrennadel der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft e.V. für 50 Jahre Mitgliedschaft.