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Pressemitteilung

Geowissenschaftler aus Clausthal und Hannover beschließen Kooperation

r.: Prof. Dr. Thomas Hanschke; </br>l.: Prof. Dr. Ugur Yaramanci

Am Freitag, den 9. Oktober 2009 unterzeichneten der Präsident der Technischen Universität Clausthal, Professor Dr. Thomas Hanschke, und der Direktor des Leibniz-Instituts für Angewandte Geophysik, Professor Dr. Ugur Yaramanci, in Clausthal-Zellerfeld einen Kooperationsvertrag, in dem eine weitreichende Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Angewandten Geowissenschaften vereinbart wird. Durch diese Partnerschaft werden die beiden unterschiedlichen, aber notwendig zusammengehörenden Kompetenzfelder Erkundung und Erschließung des Untergrundes näher verknüpft.

Das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) mit seiner geowissenschaftlichen Schwerpunktausrichtung im Bereich der Geophysik zur Erkundung und Bewertung des Untergrundes und der darin ablaufenden Prozesse erhofft sich durch die Verbindung mit der breiten Erschließungskompetenz in der TU Clausthal einen Brückenschlag zur wissenschaftlich-ökonomischen Umsetzung von Forschungsergebnissen. Die Erschließungskompetenz der Hochschule repräsentiert sich sowohl durch die geowissenschaftlichen Institute in Clausthal als auch durch die geotechnischen, bergbau- und tiefbohrtechnischen Forschungseinrichtungen.

Besondere Synergien sehen die Vertragspartner auch im Schwerpunktbereich der TU Clausthal, der auf Energie und Rohstoffe fokussiert. Hier kann insbesondere die Tiefe Geothermie mit allen Erkundungs- und Erschließungsaspekten als gemeinsamer Interessen- und Kompetenzbereich identifiziert werden; als sinnvolle Konsequenz könnte ein Zentrum für Tiefe Geothermie entstehen. Die erneuerbaren Energien und die Verstetigung der Forschung in Niedersachsen zu diesem Themenfeld stehen bei beiden Forschungsinstitutionen weit oben auf der Agenda. Dies findet unter anderem seinen konkreten Niederschlag in der besonderen Zusammenarbeit am Energie Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN).

Gleichwertig neben diesem wissenschaftlichen und forschungspolitischen Schulterschluss steht der Synergiegewinn bei der Lehre. In einem gemeinsamen Berufungsverfahren soll die Leitung der Sektion 2 des LIAG „Geoelektrik und Elektromagnetik“ mit einem (einer) W2-Professor(in) besetzt werden. Es eröffnet sich für Studierende der TU Clausthal die Möglichkeit, Praktika, Master- und Doktorarbeiten von Wissenschaftlern des LIAG mitbetreuen zu lassen und die dortige Infrastruktur zu nutzen. Auch der fachliche Austausch durch gemeinsame Kolloquien und Lehrveranstaltungen wurde vereinbart.

Das neue Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) ist ein eigenständiges Forschungsinstitut für angewandte Geowissenschaften mit geophysikalischer Ausrichtung mit Sitz in Hannover. Es ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und wird als Einrichtung von überregionaler Bedeutung von Bund und Ländern gemeinsam finanziert. Es hat die Aufgabe, Strukturen, Zustände und Prozesse im anthropogen beeinflussbaren Untergrund im Vorfeld und als Folge einer wirtschaftlichen Nutzung und zum Schutz der Umwelt zu untersuchen sowie zur Lösung dieser Fragestellungen neue Gerätesysteme, Messmethoden und Interpretationsverfahren zu entwickeln. Das Institut fokussiert seine Arbeiten auf die thematisch ausgerichteten Forschungsschwerpunkte Grundwassersysteme, Terrestrische Sedimentsysteme und Geothermische Energie.

Kontakt:

Franz Binot, Öffentlichkeitsarbeit - Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik, Hannover
Tel.: 0511 643 3497 Mail: franz.binot(at)liag-hannover.de

Christian Ernst, Pressestelle - Technische Universität Clausthal
Tel.: 05323 72-3904 Mail: presse(at)tu-clausthal.de