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Pressemitteilung

Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik schärft Forschungslinie mit Fachkommission

Staatssekretär Dr. Berend Lindner eröffnete Workshop „Zukunft LIAG“.

Hannover. Das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) hat für den 7. und 8. September einen zweitägigen Zukunftsworkshop initiiert: 11 externe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland mit ausgewiesener Expertise in geowissenschaftlichen Themen und in der Geophysik diskutierten über die zukünftige Forschungslinie. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Dr. Berend Lindner, Staatssekretär des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung.

V.l.n.r.: Dr. Berend Lindner, Staatssekretär des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung und Prof. Dr. Manfred Frechen, Stellvertretender Direktor des LIAG.

Dr. Berend Lindner, Staatssekretär des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung und Prof. Dr. Manfred Frechen, Stellvertretender Direktor des LIAG.

Der Zukunftsworkshop war eine essenzielle Maßnahme für die Weiterentwicklung des Instituts im Sinne einer Neuausrichtung der zukünftigen Forschungslinie. Zu den Gästen zählten unter anderem die Präsidentin der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft, Prof. Dr. Heidrun Kopp, sowie Prof. Dr. Hildegard Westphal vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung, ehemalige wissenschaftliche Vizepräsidentin der Leibniz-Gemeinschaft. Mit ihnen berieten unter anderem weitere Persönlichkeiten aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, aus niedersächsischen Ministerien (MW und MWK) sowie aus Helmholtz-Instituten und aus Universitäten über die zukünftige Ausrichtung. Die Diskussionsgrundlage bildeten sowohl vom LIAG (zu den Themen Grundwasser, Georisiken, Klimadynamik) als auch von den externen Fachgästen ausgearbeitete Zukunftskonzepte auf Basis der Evaluierungsempfehlungen des Senats der Leibniz-Gemeinschaft. Weiterhin berücksichtigt wurden die vorhandene Methodenexpertise und Messgeräteausstattung sowie die gesamte Infrastruktur des LIAG.

„Unter Einbeziehung von externen wissenschaftlichen Expertinnen und Experten wird eine neue Positionierung des Instituts mit fortwährendem Alleinstellungsmerkmal in der Forschungslandschaft angestrebt“, erklärt Prof. Dr. Manfred Frechen, Stellvertretender Direktor des LIAG. „Der Workshop dient den Gremien als wichtige Grundlage für die weitere Entscheidung über die Forschungsstrategie. Mit dieser Zusammenarbeit richten wir gemeinsam gezielt den Blick nach vorne.“ 

Für Dr. Berend Lindner, Staatssekretär des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, ist der Zukunftsworkshop ein entscheidender Schritt zur neuen Ausrichtung des Instituts: „Die Landesregierung möchte, dass das LIAG wieder in die Leibniz-Gemeinschaft aufgenommen wird. Dafür braucht es eine inhaltliche und strategische Neuausrichtung des Instituts, also einer Anpassung der zu bearbeitenden Themenbereiche an aktuelle und zukünftige wissenschaftliche sowie gesellschaftspolitische Leitfragen. Hierfür müssen die unbestreitbar vorhandenen inhaltlichen und methodischen Kompetenzen des LIAG genutzt und strategisch weiterentwickelt werden.“

Der Wissenschaftliche Beirat wird am 8. Oktober über das erarbeitete Konzept beraten. Als oberstes Gremium des LIAG entscheidet das Kuratorium auf Grundlage der Empfehlung des Wissenschaftlichen Beirats im November abschließend über die neue Forschungsstrategie.

Hintergrundinformationen:

Seit dem 01.01.2020 ist das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik nicht mehr Teil der Leibniz-Gemeinschaft. Das Land Niedersachsen sieht das LIAG jedoch weiterhin als einen wichtigen Bestandteil der nationalen Forschungslandschaft an und hält sowohl die methodische und wissenschaftliche Kompetenz als auch die Beratungsleistung des Instituts im Zusammenhang mit aktuellen gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitischen Fragen zur Erforschung und Nutzung des Untergrundes für unverzichtbar. Nachdem die gemeinsame Bund-Länder-Förderung zu Beginn des Jahres 2023 enden wird, übernimmt das Land Niedersachsen daher die Finanzierung. Durch die Umsetzung der Empfehlungen aus der letzten Evaluierung, unter anderem durch den Zukunftsworkshop, wird schnellstmöglich eine Wiederaufnahme des LIAG in die Leibniz-Gemeinschaft angestrebt.

Weiterführende Links:
Zukunft des Leibniz-Instituts für Angewandte Geophysik ist gesichert
Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik verlässt die Leibniz-Gemeinschaft

 

Über das LIAG

Das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) mit Sitz in Hannover ist eine eigenständige, außeruniversitäre Forschungseinrichtung. Mit Methoden der Angewandten Geophysik werden zukunftsgerichtete Fragestellungen von gesellschaftlicher Bedeutung untersucht. Der Schwerpunkt der Forschungsarbeiten liegt in der Erkundung des nutzbaren Untergrundes sowie in der Entwicklung von Mess- und Auswerteverfahren. Das Institut blickt auf über 50 Jahre Erfahrung in der Geophysik-Forschung zurück. Durch die langjährige Spezialisierung in der oberflächennahen Anwendung der Geophysik, der Geräte- sowie Dateninfrastruktur sowie der damit einhergehenden Möglichkeit, innerhalb eines Instituts verschiedenste geophysikalische Methoden themenübergreifend zu kombinieren, ist das LIAG deutschlandweit einzigartig. www.leibniz-liag.de